Am anderen Ende der Welt

Ich bin dann mal weg...

 
08Februar
2013

Man reist nicht um anzukommen sondern vorallem um unterwegs zu sein - Tasmanien

Ich habe endlich mal wieder Internet!!!!

Hallo meine Lieben! Soo, nach langer Pause wird es jetzt mal wieder Zeit, dass ich mich melde und euch auf dem Laufenden halte, was ich hier so treib – es gibt viel zu erzählen! Nach meinem letzten Eintrag ging es für mich ja für mit 3 Mädels, die ich übers Internet gefunden hatte, für 10 Tage mit dem Camper durch Tasmanien. Julia, Lara und Vici sind super nett und ich hab schnell gemerkt, dass das mit uns sicher gut funktionieren wird. Also haben wir am Samstagmorgen bei Wicked Campers in Hobart unseren Campervan abgeholt, der für die nächsten 10 Tage unser Zuhause sein würde und den wir gleich mal liebevoll auf den wunderschönen Namen „Günther“ tauften (nein, ich weiß nicht mehr, wessen Vorschlag das war^^). Nachdem wir vollgetankt hatten und im Supermarkt das Wichtigste für die ersten Tage besorgt hatten, sollte es dann losgehen. Nur noch schnell ein paar Informationen im Visitor Centre holen und dann sollte es auf zu unserem ersten Stopp gehen – dem Mount Field Nationalpark. Aber: Falsch gedacht! Im Visitor Centre wurde uns dann erstmal erklärt, dass aufgrund der Buschfeuer viele Straßen und Nationalparks gesperrt waren. Und schnell wurde klar, dass die Route, die wir uns überlegt hatten, so nicht funktionieren würde. Also schmissen wir unsere Pläne um und fuhren erst einmal in den sonst von Touristen eher selten besuchten Süden, der von den Bränden nicht betroffen war. Und wir bereuten die Entscheidung nicht! Wir fuhren bis zum allersüdlichsten Ende Tasmaniens bzw. Australiens, genauer gesagt zur Recherche Bay in der Nähe von Cockle Creek und verbrachten dort unsere erste Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz nur ein paar Meter von einem richtig schönen Strand entfernt, der die meiste Zeit fast menschenleer war –ich könnte mir schlechtere Plätze zum Abendessen und Frühstücken vorstellen ;-) Am nächsten Tag machten wir uns wieder auf den Weg nach Hobart, um im Visitor Centre die Lage bezüglich der Buschbrände zu checken, und planten von dort aus eine neue Route. Bis zu unserem geplanten Stopp Derwent Bridge war es ein ganz schönes Stück, weswegen wir einen großen Teil des Tages im Auto verbrachten – euch wird vielleicht im Laufe des Blogs auffallen, dass wir an manchen Tagen scheinbar wenig gemacht haben, was aber daran liegt, dass wir natürlich auch immer einige Zeit des Tages im Auto verbrachten. Zwar ist Tasmanien eigentlich nicht besonders groß und die Strecken zwischen den verschiedenen Stopps von den Kilometern her nicht soo weit, aber aufgrund der oft schmalen und sehr kurvigen Straßen kann man oft über lange Strecken nicht mehr als 40-60 km/h fahren, sodass man trotzdem eeewig braucht. Aber allein die Fahrt im Auto war jedes Mal schon ein Erlebnis! Und klein Bastin ist das erste mal Links gefahren :) Die Musik laut aufgedreht fuhren wir an verschiedensten Landschaftsformen vorbei, die oft so gar nicht an Australien, sondern eher an Europa erinnern, und genossen die Aussicht – Tasmanien ist meist einfach wirklich Natur pur! :-) Gegen Spätnachmittag kamen wir dann an unserem Ziel an, wo wir am King William Lake in der Nähe des bekannteren Lake St. Clair unser Lager aufschlugen (also naja…unseren Camper umbauten ;)). Nach dem Abendessen und einem wunderschönen Sonnenuntergang am See machte Lara, die Pfadfinderin unter uns, noch ein Lagerfeuer (natürlich weit weg von allem, was Feuer fangen könnte ;)) und wir genossen den unglaublichen Sternenhimmel über uns, einen der schönsten, den ich je gesehen habe. Wir haben sogar das „Southern Cross“, das „Kreuz des Südens“, entdeckt, das nur von der Südhalbkugel zu sehen und auch auf der australischen Flagge abgebildet ist, und konnten die ganze Milchstraße sehen – es war der Wahnsinn! Es hat sich dann auch noch ein junges australisches Pärchen zu uns ans Lagerfeuer gesellt und so wurde es noch ein richtig schöner Abend! Nach einer ausgiebigen morgendlichen “Dusche“ im See sind wir dann weiter nach Strahan gefahren, einem kleinen Fischerdörfchen und beliebten Ferienort auf Tasmanien, das uns jetzt allerdings nicht so wahnsinnig umgehauen hat. Also sind wir nur ein bisschen am Hafen entlanggeschlendert und durch ein paar Läden gebummelt, bevor wir weiter Richtung Rosebery fuhren. Auf dem Weg stoppten wir dann nochmal kurz, um für ein paar Günther-Fotos zu posen, und fuhren dann nochmal ein gutes Stück bis zum Lake Mackintosh, wo wir schließlich auch die Nacht verbrachten. Am nächsten Tag stand der Cradle Mountain Nationalpark an. Während das Wetter die Tage zuvor echt schön und warm war, sah es an dem Tag schon morgens nicht besonders toll aus. Aber was solls’s, wir ließen uns nicht abhalten! Also machten wir uns auf zu einem 2-Stunden-Walk rund um den Dove Lake, von wo aus wir Cradle Mountain in seiner vollen Pracht bestaunen konnten – naja, zumindest das, was nicht von den Wolken verdeckt war :-D Nach einiger Zeit fing es dann richtig zu schütten an, sodass wir nach den 2 Stunden alle ziemlich durchnässt waren. Aber gelohnt hat es sich trotzdem – zwar bekamen wir dank des Wetters nicht das typische Postkartenmotiv zu sehen…aber wir haben die Wanderung durch die See- und Berglandschaft trotzdem genossen :-) Danach ging es dann auf in das schöne Städtchen Devonport, wo wir direkt an der Küste einen schönen Platz zum Schlafen fanden. Am nächsten Tag machten wir uns dann in Devonport auf zum Leuchtturm, dem Mersey Bluff Lighthouse, von wo aus man einen tollen Ausblick auf das Meer hatte! Danach bedienten wir uns erstmal ausgiebig an den kostenlosen, warmen Duschen des Surf Clubs, bevor wir uns auf nach Launceston machten, wo wir im Stadtpark zu Mittag aßen und danach ein bisschen durch die Einkaufsstraße schlenderten. Gegen Abend machten wir uns dann noch auf zur Cataract Gorge, einer Felsenschlucht, und genossen noch ein bisschen den Anblick im Licht der untergehenden Sonne. Am nächsten Tag fuhren wir dann nochmal dorthin zurück, um einen 1 ½ Stunden Walk entlang der Schlucht zu machen, die ich echt schön fand! Auf dem Weg haben wir dann sogar von ganz nah einen Echidna gesehen, einen australischen Ameisenigel – so was Süßes! :-) Danach sind wir dann weiter an die Ostküste zur Bay of Fires gefahren – die für uns alle mit das Highlight des Trips wurde! Wir standen mit unserem Camper gerade mal 10 Meter vom Strand entfernt – uns was für einem Strand! Weißer Sand, türkisblaues Meer und Felsen, die mit leuchtend roten Flechten übersät sind…es war der Hammer, definitiv mein Lieblingsplatz in Tasmanien! Das mussten wir natürlich am nächsten Tag erstmal noch genießen, machten ganz viele Fotos und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Danach gönnten wir uns noch eine „Dusche“ in einer nahe gelegenen Lagune, bevor es weiter südlich Richtung Freycinet Nationalpark ging (wir hatten lange gezittert, da dieser die ganze Zeit aufgrund der Brände geschlossen gewesen war, aber wir hatten Glück – gerade rechtzeitig wurde er doch noch geöffnet!), wo wir uns abends noch einer kostenlosen Ranger-Tour zum Thema "Nachtaktive Tiere" anschlossen. Nach vielen interessanten Infos begab sich unser Ranger mit uns auf eine "Spotlighting"-Tour, bei der wir mit Taschenlampen selbst versuchten, nachtaktive Tiere zu erspähen. Und tatsächlich, neben Oppossums und Wallabys entdeckten wir sogar einen sugar glider, zu deutsch ein (ich zitiere Wikipedia) Kurzkopfgleitbeutler, die man nur selten zu sehen bekommt. Und später sahen wir auf unserem Campingplatz sogar noch einen Wombat (von dem leider kein Foto existiert :( ) - der Tag war also ein voller Erfolg! :-) Am Samstag haben wir dann den ziemlich steilen Aufstieg zum Wineglass Bay Lookout gemacht, von dem wir eine tolle Aussicht über die "Weinglas-Bucht" hatten! Danach hatten wir ein ganz schönes Stück Fahrt vor uns, bis wir schließlich unseren Campingplatz in Hamilton erreichten, auf dem wir eine ganze Truppe junger Leute trafen - Australier, Deutsche, Holländer und Belgier, gemeinsam hatten wir einen super Abend mit verschieden Trinkspielchen. Am Sonntag machten wir uns dann auf zum Mount Field Nationalpark (der jetzt zum Glück auch wieder offen war :)), wo wir zu den Russell und Horseshoe Wasserfällen gelaufen sind und einige der riiiiesigen Bäume bestaunt haben! Abends sind wir dann wieder zurück auf den Campingplatz in Hamilton, wo wir den Tag dann noch gemütlich im Camper ausklingen lassen, bevor es am nächsten Tag zurück nach Hobart ging, wo wir unseren Günther schon wieder abgeben mussten :-(

Alles in allem war es echt eine super Zeit! Die Mädels und ich haben uns wirklich super verstanden und es war eine richtig tolle Erfahrung! Selbst die Autofahrten waren ein Erlebnis und die Plätze, an denen wir abends gecampt haben (und an denen außer uns nur noch wenige Menschen waren), waren teilweise sogar schöner als die bekannten Attraktionen, wo sich die Touristen tummeln. Ich denke, wir können behaupten, dass wir echt einige tolle Ecken Tasmaniens gesehen haben, die die wenigsten Touristen zu sehen bekommen ;-) Und allgemein war das Reisen im Camper einfach eine tolle Erfahrung! Eigentlich war unser Günther ja, was das Schlafen angeht, nur für 2-3 Personen gedacht, aber da wir zu geizig waren, ein Zelt zu kaufen, wurde eben jeden Abend ein bisschen Tetris gespielt, um 4 Personen unterzukriegen - wir wurden nicht nur einmal komisch angeschaut, als wir erklärten, dass wir da zu viert drin schlafen :-D War also wirklich richtig, richtig toll! :-)

04Januar
2013

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr (Fotos)

Nochmals frohe Weihnachten aus Australien von der wunderschönen Stradbroke Island (nichts wundern, ich stehe ich Brown lake, hat seinen Grund warum dieser so heißt)so wird Weihnachten in Aussi gefeiert Australia-Germany :) Nächtlicher besuch und ekelhafter besuch Die wunderschöne Küste von Byron bay Delphine :) Ich kurz vor dem Skdiving die einmalige unglaubliche Aussicht beim Fall! alsolut empfehlenswert!!! Liebe grüße aus dem Regenwald Der erste Koala den ich in der freien Wildbahn gesehen habe :) Melbourne City - das war der ausblick aus meinem luxus Apartment in Melbourne! Graffiti sprayen...keine sorga Mama und Papa, es war total legal! ...und hier ist das und zu guter letzt ein foto, aufgenommen im Flugzeug auf dem Weg nach Tasmanien! es war so wunderschön anzusehen, wie sich die Sonne im parzifik gespiegelt hat! Gestern Abend bin ich hier angekommen und nun geht das nächste Abenteuer los

28Dezember
2012

Santa Claus is coming to town

In einem Land, in dem Plastikbäume die Wohnzimmer schmücken und man tagüber vor der Klimaanlage hockt statt vor einem Gemühtlichen Kaminfeuer zu sitzen, kann kaum Weihnachtsstimmung aufkommen - zumindest nicht im üblichen Sinne. Selbst die Australier behaupten das Weihnachten hier kein richtiges Weihnachten ist, denn dazu gehört Schnee. Man bekommt auch das Gefühl dass die Weihnachtsstimmung erzwungen wird, bereits seit Wochen laufen in jedem Kaufhaus oder Supermarkt Weihnachtslieder auf und ab. Außerdem sind die Australier teilweise sehr kitschig was Lichterketten und Dekoration in jeglicher Art angeht. Wie in Amerikanischen Weihnachtsfilmen gibt es hier in einigen Straßen Wettstreite, welches Haus am meisten durch Lichterketten erleuchtet.

An Weihnachten hatten wir um die 30 Grad. Bereits morgens gegen 5Uhr wurde ich von aufgeregten und glücklichen Kinderstimmen geweckt. Santa Claus kommt hier schließlich in der Nacht vom 24. zum 25. somit ist die Bescherung bereits morgens (ähnlich wie bei uns Nikolaus). Am Abend zuvor haben wir auch Kekse und Wasser für Santa hingestellt die er essen darf wenn er vorbei kommt und hungrig ist :)

Während die Kleinen dann glücklich mit ihren Geschenken gespielt haben haben wir Erwachsenen uns um die Kostüme gekümmert. Weihnachten wird in dieser Familie immer unter einem Motto gefeiert, dieses Jahr war das Motto Superheros, dementsprechend mussten sich alle verkleiden. Wir sind als die Powerranger Familie gegangen. Gefeiert wurde im großen Familienrahmen mit schätzungsweise 30 Leuten.Es gab ein gigantisches Dinner, von BBQ über Seafood bishin zu sämtlichen Braten, Salaten und 10 verschiedenen Torten und Kuchen zum Nachtisch. Selbst nachdem sich die gesamte Familie satt gegessen hat, sah das Buffet fast unberührt aus weil noch so viel übrig blieb. Der weitere Tag wurde geprägt von Poolspielen und Baden im nahegelegenen See. Insgesamt war es ein sehr schöner tag, erschien mir gedoch eher wie ein Familiensommerfest.

Weihnachten war für mich auch gleichzeitig das Abschiedsfest von der ganzen Familie. Selbst die Oma hat mein Abschied zu Tränen gerührt. Es ist aber sehr schön eine Familie in Australien zu haben die mich immer wieder aufnehmen würde.

Nach Tränen und einer herausfordernden Packaktion ging es dann Tätsächlich am 26. Dezember los. Mal wieder stand ich am Bahnhof mit 2 Rucksäcken und nur einem Rücken aber das machte mir gar nichts aus, da ich einfach nur aufgeregt war und wusste, jetzt gehts los! Zunächst nach Kenmore, außerhalb von Brisbane, um meine erste Couchsurfer Erfahrung zu sammeln. Hier bin ich nun immernoch, das ganze Haus schläft noch deshalb bietet es sich bestens an mal wieder was von mir hören zu lassen. Ich bin hier bei einem Paarchen untergekommen, das momentan in den Haus ihrer Tante lebt um auf die Hunde aufzupassen solange sie verreist ist. Da sie jedoch viele freie Betten hatten, und es zu zweit auf dauer langweilig wird, haben sie kurzerhand paar Leute eingeladen. Momentan sind wir hier zu 5. Ich, das Gastgeber Paarchen ( sind auch beide 20 und das Mädchen kommt sogar aus Paderborn, sie haben sich vor 3 Jahren während eines Schüleraustausches kennengelernt) und ein Paarchen aus Belgien, welches ebenfalls in meinem Alter ist. Es ist eine total nette Stimmung hier, Abends sitzen wir meist draußen auf der Terasse, trinken was, spielen Spiele oder machen ein BBQ.

Morgen gehts allerdings weiter. Um 5.55 Uhr geht mein Flug nach Melbourne. Da der erste Zug zum Flughafen leider erst um 6 Uhr fährt, war mein eigentlicher Plan bereits heute Abend dort hinzufahren und es mir in der Flughafenhalle bequem zu machen. Da die Australier aber sehr gastfreundlich sind, bekomme ich neben meiner Kostenlosen Unterkunft und meinem freien Essen nun auch einen nächtlichen Transport zum Flughafen. Da kann sich so mäncher eine Scheibe von abschneiden!

Fazit: Couchsurfen ist TOP! ...und nun geht die reise los

18Dezember
2012

first impression of beeing a backpacker

Verdammt, ist das geil!!!!!!

Genau 2 Tage war ich jetzt als richtiger Backpacker unter richtigen Backpackern und ich habe bereits jetzt schon das Gefühl Bücher darüber verfassen zu können was man so erlebt. Endlich treffe ich Leute die mich mit meinen Reiseplänen nicht für verrückt erklären, eher im Gegenteil. Denn wenn die erstmal anfangen von ihren bisherigen Trips nach Mexico, Ghana, Israel, Peru oder Kambodscha zu erzählen, die sie ganz alleine nur mit ihrem Rucksack und einer menge Abenteuerlust begangen haben, fühle ich mich plötzlich gar nicht mehr so mutig. Aber was noch nicht ist kann ja noch werden, und wenn das Backpackerleben tatsächlich so toll ist, wie die letzten Tage, dann muss ich euch leider mitteilen, dass ihr euch auch zukünftig damit zufrieden geben müsst mich nur über skype zu sehen, denn ich habe die Befürchtung eine kleine Weltenbummlerin zu werden.

Von Außen betrachtet habe ich eigentlich nicht viel erlebt, schließlich war ich in einem Ort an dem ich bereits zuvor 3 mal gewesen bin und spannende Aktivitäten haben wir auch nicht unternommen, aber das Feeling war unbeschreiblich. Ich habe tolle Leute kennengelernt, wir hatten super Gesprächen und waren absolut auf einer Wellenlänge. Wir haben alle soviel gemeinsam, keiner von uns hat irgendwelche Ansprüche, wir wollen einfach nur die ganze Welt sehen, mehr nicht :) Ich schlüpfe ohnehin in eine andere Welt sobald ich meinen Rucksack nur aufsetzte! Während man sich normalerweise etwas schick macht bevor man das Haus verlässt, kann ich mit dem Rucksack auf dem Rücken gar nicht bequem und ranzig genug aussehen, wie ein richtiger Abenteurer halt! Es ist einfach ein Feeling das man nicht nachempfinden kann, wenn man es nicht selbst erlebt! Ich habe das Gefühl das mir die ganze Welt gehört und mir alles offen steht, ich fühle mich richtig Frei!

Ab und an denke ich mir "Basti irgendwas hast du doch richtig gemacht", besonders dann, wenn die Natur dich mit ihrer Schönheit belohnt! Wenn man Nachts alleine unter tausenden von Sternen am menschenleeren Strand spazieren geht und den endlosen Parzifik vor sich hat ist man einfach so glücklich, dass man beinahe schon emotional wird, vorallem wenn man weiß, das man all das selbst auf die Beine gestellt hat und vor Stolz platzen könnte.

Ich kann es kaum erwarten wenn mein erster richtiger Trip in Tasmanien startet :)

 

 

Reiselust erweckt?

13Dezember
2012

...and now lets go!

Geschafft...ab Morgen hat mein Au pair Dasein ein Ende. Morgen noch 7 Stunden arbeiten und dann heißt es "adios amigos und good bye". Ihr glaubt gar nicht mit was für einer Freude ich das grade schreibe :)

11 Wochen, die ich zwar nicht bereue, aber dennoch nicht noch ein weiteres mal so gestalten würde. Da ich mich sehr sehr zurück gehalten habe was Blogeinträge angeht, hier eine kleine Zusammenfassung: Super Familie, scheiß Wohnort, langweilige Wochen, die besten Wochenenden und 1000 $ Ersparnis. Ich hatte echt fantastische Wochenenden an denen ich unendlich viele leute kennen gelernt habe, viele Orte besucht habe und auch tolle sachen unternommen habe wie beispielsweise einen Fallschirmsprung, Rainforrestwalk oder eine wunderschöne Bootstour. Dennoch habe ich Tag für Tag festgestellt; dass ich endlich anfangen möchte zu reisen. Ich wohne hier in einem so wunderschönen aufregenden Land und fühle mich wie eingesperrt weil ich kaum was zu sehen bekomme und an einem Ort gebunden bin. Ich möchte endlich frei sein, keine Verpflichtungen haben und einfach anfangen zu genießen!!!

Meine Bisherigen Reisepläne habe ich nochmals komplett überarbeitet und eine ganz neue Route kreiert. Mein erstes Ziel wird nun Tasmanien sein. Leider, leider geht es allerdings noch nicht direkt dieses Wochenende dorthin, da ich von Anfang an gesagt habe, dass ich Weihnachten noch mit der Gastfamilie feiern möchte. Im Nachhinein bereue ich dies fast ein wenig, da ich hier bereits wie auf Kohlen sitze und nur noch reisen möchte. Mein Flug geht  erst am 29.12.2012. Bis dahin werde ich hier in der Familie jedoch nicht mehr gebraucht, weil die Eltern nun Urlaub haben. Ich würde es allerdings nicht aushalten die nächsten 2 Wochen bis zum Flug hier in der Einöde zu verbringen ohne gebraucht zu werden (außerdem gibts auch kein Geld mehr). Da es sich jedoch in dieser kurzen Zeit auch kaum lohnt in eine weit entfernte Stadt zu reisen, haben ich mich dazu entschlossen diese 2 wochen in der nächst dichten Stadt, Bribane zu verbringen. Also habe ich mich kurzerhand bei Couchsurfing angemeldet (kurze Definition für alle nichtkenner : CouchSurfing ist ein kommerzielles, aber kostenloses, internetbasiertes Gastfreundschaftsnetzwerk. Die Mitglieder nutzen die Website, um eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden, selbst eine Unterkunft oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen). Das heißt ich werde die nächsten 2 Wochen bei irgendwelchen Leuten übernachten die hoffentlich cool drauf sind und mir noch paar interessante Ecken zeigen können, die nicht in jedem Reiseführer stehen. So komme ich rumm und zahle keinen Müden Cent :)

Weihnachten gehts dann nochmal für 2 Tage zurück in die Familie und anschließend gehts richtig los! Auf dem Weg nach Tasmanien macht man ohnehin immer einen Stop over in Melboure, eigentlich nur für ca.30 minuten, ich habe es jedoch so gebucht, dass ich 5 Tage Aufenthalt dort haben werde. Tasmanien ist zwar wunderschön aber an Silvester wahrscheinlich zu ruhig für mich, deshalb werde ich dann bis zum 3. Januar in Melbourne bleiben. Dort habe ich mir auch schon eine gratis Unterkunft + city guid gesucht :) Diese 5 Tage reichen zwar nicht um ganz Melbourne zu erkunden aber in erster linie gehts mir auch nur um eine gelungene new years eve Party. Außerdem komme ich nach dem Tasmanien Aufenthalt nochmal zurück und bleibe dann etwas länger.

In Tasmanien werde ich dann eine 2 Wöchige Rundreise machen. Tasmanien ist eine Insel südlich von Victoria und ist ziemlich genau so groß wie Irland. Es soll dort wohl aufgrund der Naturbelassenheit wunderschön sein, viele Bergketten und Wasserfälle prägen das Landschaftsbild. Die Rundreise mache ich auf eigener Faust mit 3 anderen Mädchen die ich bisher allerdings noch nicht kenne :) Wir haben uns über eine Plattform im Internet gefunden, da wir alle zufällig unabhängig voneinander in diesem Zeitraum auf Tasmanien eine Rundreise machen wollten. Wir haben auch schon einen Campervan gemietet in denen wir dann zu viert wohnen werden! Klingt jetzt schon nach einem großen Abenteuer und ich kann es quasi gar nicht mehr abwarten

 

Aufjedenfall werden ihr ab jetzt öfter was von mir lesen, da es auch endlich was zu erzählen gibt!

Eure Lieblings Backpackerin ;)

 

 

Hier nochmal meine reiseroute

   So zumindest die theorie

14November
2012

Fotos

Mein aktuelles zu Hause :) und mein geliebter Pool im Garten, ohne den würde ich hier echt eingehen! Das ist Bereket (der kleinere von beiden) der mir das leben hier teilweise echt zu Hölle macht das ist Naty der große Bruder und er ist einfach nur toll! muss mich quasi kaum um ihn kümmern weil er für sein Alter schon unglaublich selbstständlig und vernünftig ist Einfach weil es schön ist und ich mich auch noch nach 6 wochen über jede Palme freue Brisbane City The Ferris Wheel of Brisbane  :)  Southbank - Da Brisbane nicht direkt am Meer liegt wurde in der Stadt ein küstlicher Strand angelegt, wunderschön und echt sinnvoll bei diesem Wetter   Für mich noch immer besonders, für australia nur nervig und alltag! Sieht nicht nur so aus wie ein Kuscheltier sondern fühlt sich auch ganz genau so an! Im australia Zoo durfte ich dann auch zum ersten mal ein Känguru streicheln ...und füttern Australia Zoo (dorthin wurde ich übrigens von meiner Gastfamilie zum Geburtstag eingeladen) Surfers Paradise bzw. Party Paradise :) Surfers Paradise, hier findet man mich meist wochenends wenn ich ein ausgleich zur arbeitswoche brauche das werk der Kinder ;)

04Oktober
2012

In the middle of NOWHERE

Nach meinem Aufregenden Start der großen Reise wird es nun etwas ruhiger um mich. Nachdem ich innerhalb kürzester Zeit eine halbe Weltumrundung mit dem Flugzeug hinter mich gebracht hab, einen Zwischenstopp in Singapur hatte und einen Urlaub auf einer Trauminsel erleben durfte, habe ich mich jetzt erstmal niedergelassen in mitten der Countryside.Tamborine heißt das Örtchen in dem ich nun vorerst leben werde.

Um erstmal Fuß zu fassen nach meine Ankunft in Australien habe ich mir bereits aus Deutschland eine Familie ausgesucht in der ich die nächsten 3 Monate als Au-pair leben werde. Die Familie besteht aus den Eltern die wirklich nett sind und sich um mein Wohlergehen sehr bemühen, und aus zwei Jungen im Alter von 4 & 8 Jahren.          Inzwischen habe ich mich hier schon recht gut eingelebt, zu den Eltern und dem großen Sohn habe ich schon einen total guten Draht währenddessen mir der kleine noch ein wenig auf der Nase herumtanzt, das wird sich mit der Zeit aber bestimmt auch einpendeln.

Ab nächster Woche geht die Arbeit dann richtig los, dh. auf die Kleinen aufpassen, mit ihnen spielen und Hausaufgaben machen aber auch wäsche waschen, putzen und Kochen bei einem Wochenlohn von 200 Australian Dollar.

Da ich im letzten Jahr in Irland bereits Erfahrungen gesammelt habe im Au-pair Job werde ich mir damit wahrscheinlich nicht schwer tun, allerdings braucht man nach solch einer Woche mit den Kindern echt eine Pause, paar Drinks und Leute in seinem Alter.      Allerdings wohne ich hier, ander als erwartet "in the middle of nowhere". Um den nächstgelegenen Bus zu erreichen der mich aus diesem Kaff befreien könnte, müsste ich erstmal 20 minuten mit dem Auto zurücklegen. Abgesehen von Kuhen, Pferden und meiner eigenen Gastfamilie habe ich hier noch niemanden gesehen!

Allerdings zeigen sich meine Gasteltern als recht bemüht und haben mir bereits angeboten mich hin und wieder mit dem Auto in die Nächste Stadt oder zum Strand zu bringen. Ich werde hier erstmal 2-3 Wochen bleiben und abwarten ob es wirklich das ist was ich wollte und falls es das nicht sein sollte werde ich so egoistisch sein und den Au-pair Aufenthalt abbrechen. Schließlich ist das mein Jahr und ich wollte Australien sehen und Menschen kennenlernen und nicht einsam im nirgendwo verweilen.

 

30Sept
2012

Bella Australia - gestrandet im Paradis

Blick aus meinem Zimmer Traumhaft! Selbst im Hüfttiefen Wasser schwammen Delphine

 

Nach 13 Jahren Schule mit allen Höhen und Tiefen empfand ich eine Woche Urlaub als Start in Australien recht angemessen!

Mortonisland :

Moreton Island weist kristallklare Bäche und Lagunen, Küstenheiden, felsige Landzungen, große Dünen und kilometerlange Sandstrände, aber auch ein historischer Leuchtturm und Ruinen von Küstenforts vorhanden.

(Quelle Wikipedia)

Lässt sich doch aushalten oder (vorallem wenn man eingeladen wird)?

 

Hier ein kleines Video von der Trauminsel

...leider funktioniert es nicht videos auf diese Plattform hochzuladen also hab ich einen Channel auf Youtube eingerichtet hier der Link

 

http://youtu.be/JLhrRuCwe9c

23Sept
2012

Ein Hauch Singapur

Marina Bay Sands  Typisch Singapur...irgendwie muss die Stadt ja sauber bleiben Die Aussicht von der Terasse des Marina Bay Sands Die Skyline bei Nacht Der Gottesdienst im Hindutempel

 

Eigentlich weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll...das was ich in den letzten 2 Tagen hier in Singapur erlebt habe ist eigentlich kaum in Worte zu fassen! So viele Eindruecke auf einmal muss man erstmal verdauen!

Aber am besten fange ich erstmal ganz vorne an...mein bisheriger Flug von Frankfurt ueber Abu Dhabi nach Singapur lief Problemlos. Ich konnte zwar trotz guter ausstattung meines Platzes mit Kissen und einer Decke nicht gut schlafen aber umso gluecklicher war ich das mein Platznachbar, ein junger australier, nett und redebeduerftig war. Als der Gespraechsstoff dann irgendwann doch ausging schaute ich mir paar Filme an. Im großen und ganzen war der Flug anstrengend aber aushaltbar.

Am Freitagabend kam ich dann um ca. 23.00 Uhr in Singapur an. Nachdem ich dann von dem überaus freundlichen Taxifahrer über geschätzte 80639 Umwege zu meinem Hostel gebracht wurde, viel ich einfach tot ins Bett. Mit den 9 Zimmergenossen war eh nicht viel anzufangen da die aus Hong Kong kamen und nur brockenweise englisch gesprochen haben.

Am nächsten morgen musste ich direkt meine Sachen packen und in ein anderes Hostel umziehen - 2 Nächte, 2 Hostels - ein großes dankeschön an alle Formel 1 Fans die durch ihre Anwesenheit in Singapur verhindert haben das man zwei Nächte am Stück in einem Hostel bleiben konnte. Also ging es früh morgens zu Fuß mit Sack und Pack ins andere Hostel.

Problem 1: 0 Plan wohin ich musste

Problem 2: 2 Rucksäcke aber nur einen Rucken

Problem 3: 25 Kilo schwerer Rucksack

Problem 4 (und definitiv das größte) : 35 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 98%

...aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg! Ca. 2 Stunden später kam ich dann im Hostel an, verstaute meine Sachen, duschte ausführlich und ging dann auf Erkundungstour.

Zu nächst zu Fuß, später per metro beischtigte ich alle Ecken der Stadt. Es ist absolut beeindruckend was für eine vielfalt diese Stadt bietet. Zum einen ist sie äußerst Modern und durchaus mit Städten wie London gleichzustellen, aber zum anderen ist sie auch sehr kulturell. Besonders beeindruckend fand ich die viertel "Little India" und "China Town" in denen es wirklich so ist, wie in Indien bzw. China selbst. In China Town dürfte ich sogar einen Gottesdienst im Hindutemple beiwohnen,es war absolut beeindruckend wie die sich ihrem Glauben hingeben.

Zum anderen ist da wie gesagt die unglaublich moderne Großstadt, wo sich ein Hochhaus neben dem anderen reiht, wo Nachts der Himmel durch Scheinwerfer bunt erleuchtet und wo kein Mensch ohne mindestens 3 Iphones 2 Ipads und 1 Ipod das haus verlasst (ich hab mich mit meiner Technischen Ausrüstung ziemlich rückständig gefühlt).

Dazu kam noch das jeder der Rang und Namen hatte in der High Society oder einfach das nötige Kleingeld hat sich an diesem Wochenende ebenfalls in Singapur aufgehalten hat, um das Formel 1 Rennen zu sehen. Aufgrund dessen wurde die Stadt natürlich besondern herausgeputzt.

Fazit : Eine andere Welt, die man gesehen haben muss.

16Sept
2012

Abschied ist doof!

Nun soll es tatsächlich in wenigen Tagen losgehen! Für mich ist es noch immer eine total abwegige Vorstellung bereits in wenigen Tagen am anderen Ende der Welt zu sein.

Teilweise frage ich mich schon, auf was hab ich mich da nur eingelassen?

Egal ob Freunde oder Familie, allen muss ich nun lebewohl sagen (zumindest für das nächste jahr) dennoch ist dies für mich eine echte Tortur, die hoffentlich vorbei ist sobald im im Zug Richtung Frankfurt sitze. Von Frankfurt aus geht es dann über Abu Dhabi und Singapur nach Brisbane. Wenn ich und mein Gepäck dort heile angekommen sind mache ich drei ganz dicke Kreuze!

Doch bevor es überhaupt los gehen kann war mein Organisationstalent gefragt. Unglaublich wie viel Vorbereitung ein solches "gap year" doch braucht - vom beantragen des Visum über den Kauf des Rucksacks bishin zu sämtlichen Bank- und Artzterminen. Nebenbei wurde dann noch ordentlich gejobbt damit das Geld wenigsten ansatzweise dem geplanten Reisebudget nahekommt.     

Ich denke jedoch ich bin gut vorbereitet und die Reise kann kommen - wenn da doch bloß nicht dieser traurige Abschied wäre Unentschlossen